Endlich Antworten auf die letzten Fragen
Das Lebensende ist kein Thema, über das man gern spricht – obwohl es wichtig wäre. Denn vier Fünftel der Menschen sterben nicht plötzlich, sondern nach einer schweren Diagnose. Der Verein palliative aargau und dialogika haben eine Kampagne entwickelt, die das Thema unverkrampft auf den Tisch bringt.
Was beschäftigt die Aargauerinnen und Aargauer rund ums Thema Lebensende? Der Verein palliative aargau wollte es genau wissen und hat deshalb im Frühling Fragen aus der Bevölkerung gesammelt. Nun gibt es die Antworten dazu: In kurzen Videos geben Aargauer Fachleute einfach und gut verständlich Auskunft zu schwierigen Themen. Nachdem wir von dialogika in Zusammenarbeit mit der Geschäftsleitung das Konzept Öffentlichkeitsarbeit erstellt hatten, unterstützen wir den Verein bei der Realisierung der Kampagne.
Kann ich glücklich sein nach einer schweren Diagnose? Muss ich meine kranken Eltern pflegen? Woran stirbt man, wenn man an Krebs stirbt? Wer hilft bei Angst am Lebensende? Und: Wie gehe ich damit um, wenn ein Freund schwer krank wird? Diese und zahlreiche weitere Fragen aus der Bevölkerung zu den Themen Krankheit und Lebensende sind nach einer Strassenaktion im Mai dieses Jahres in Aarau bei palliative aargau eingegangen. Sie betreffen die Bereiche Medizin, Pflege, Psychologie, Sozialarbeit und Seelsorge.
Eine erste Auswahl von 15 Fragen haben nun Fachleute in kurzen Videos beantwortet. Im Rahmen der Kampagne «Endlich Antworten», die am Montag, 19. Oktober 2026 gestartet ist, werden die Fragen in den kommenden Wochen auf Plakaten, Inseraten und Social Media ausgespielt und mit den Antwortvideos verknüpft. Alle Videos und vertiefende Informationen sind auf der Kampagnenwebsite zu finden. Dort können auch weiterhin Fragen eingereicht werden. Eine Auswahl davon beantworten die Fachleute laufend in weiteren Videos. So entsteht nach und nach eine Video-Bibliothek mit gut verständlichen, verlässlichen Informationen zu Leben und Tod.
Mit der Kampagne möchte der Verein mit Unterstützung von dialogika das tabuisierte Thema Lebensende wieder sichtbar machen und das Lebensende aus dem Tabubereich herausführen. Möglichst viele Menschen sollen mit ihren Fragen an den Verein gelangen und so die Diskussion beleben.
Der Beitrag von dialogika umfasst: Unterstützung bei der Konzeption, Kreation und beim Text.